Wir durften uns in den letzten Monaten über engagierte Unterstützung von drei angehenden Fachkräften freuen, die im Rahmen ihrer Ausbildung einen Praxiseinsatz bei uns absolviert haben. Anne ist eine von ihnen und wurde uns durch das Zufallsprinzip ihrer Schule zugewiesen. Die 20-Jährige macht ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft an der Franziskus Gesundheitsakademie Münster und kann sich vorstellen, später in der ambulanten Pflege zu arbeiten.
Sie sagt über ihre Zeit bei uns:
„Das gesamte Team ist total motiviert, jungen Azubis alles beizubringen und zu erklären. Sie fangen einen auf, wenn mal etwas Blödes passiert und finden Lösungen. Man wird hier wie in eine kleine Familie reingeschubst. Ich habe keine klassischen Azubi-Aufgaben gemacht, sondern hatte eigene Verantwortungsbereiche. Dinge, vor denen ich Respekt hatte, kann ich jetzt. Das sollte so sein, ist aber nicht die Regel!“
Aufgabenvielfalt individuell angepasst

Die Auszubildenden, die uns zugeorndet werden, haben einen unterschiedlichen Kenntnisstand und befinden sich an verschiedenen Punkten ihrer Ausbildung. Uns ist es wichtig, sie dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen eine Erweiterung ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen. Das geht vor allem, indem man ins Tun kommt und eigene Verantwortungsbereiche übernimmt. Unser gesamtes Team ist hochmotiviert, den jungen Menschen den Alltag in der Pflege näherzubringen und stehen als Sicherheitsnetz immer parat.
Alltag in der Pflege
Zu Annes Aufgabenbereich gehören zum Beispiel alle Bestandteile der Grundpflege wie Waschen und Duschen, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme oder Unterstützung bei der Mobilität. Gemeinsam mit der Praxisanleitung können auch Eindrücke in die Medikation, Maßnahmenplanung und Pflegedokumentation gewonnen werden.
„Ich habe meine eigenen Aufgaben, aber auch immer ein Backup. Wenn ich noch bei Themen Lernbedarf habe, werde ich angeleitet. Der Verbandswechsel bei einem Stoma war für mich nicht so einfach. Ich hatte da Respekt vor, weil man an dem Organ direkt arbeitet. Gyde, unsere stellv. Pflegedienstleitung, hat mich an die Hand genommen. Wir haben das zusammen gemacht und jetzt kann ich das.“
Jedes Danke eine kleine Umarmung
Dass Annes Berufsweg sie eines Tages in die Pflege führen wird, war schon früh klar: beide Großmütter waren in der Pflege tätig und für Anne stand fest, dass sie in ihrem Job Menschen unterstützen möchte.
„Pflege heißt ja nicht nur, dass man viel am Menschen herumhantiert, sondern es geht ja auch um die psychischen Bedürfnisse. Es geht um das Allgemeinbild des Menschen. Auch mal ein guter Ratgeber und ein guter Zuhörer zu sein. Das ist eine ganz schöne Arbeit.“
Für Anne ist die Dankbarkeit der Klientinnen und Klienten sehr besonders. Jedes Danke sei eine kleine Umarmung.
„Die älteren Menschen nehmen einen ihr Leben rein. Die geben Tipps, machen Vorschläge für das eigene junge Leben. Man baut zu den Bewohnerinnen und Bewohnern eine Bindung auf.“
Fest im Team
Auch nach ihrem Praxiseinsatz unterstützt uns Anne zukünftig im ambulanten Pflegedienst und fährt die Touren zu unseren Klientinnen und Klienten. Als geringfügig Beschäftigte sammelt sie neben Ihrer Ausbildung so weitere Erfahrungen und ist in engem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Wir freuen uns sehr, dass wir so engagierte Auszubildende wie Anne bei uns begleiten dürfen und danken allen drei Azubis herzlich für ihr großes Engagement.